Aufgrund der Anschaffung einer Wärmebildkamera fand gestern, 15. März 2016, eine Übung zu diesem Gerät statt. Zu dieser kamen 22 Kameraden und Kameradinnen, welche sich die Funktionen und Vorgehensweise mit der Kamera ansahen. Die Anschaffung bringt für alle Mitglieder enorme Vorteile im Einsatzfall und ist deshalb eine sehr wichtig. Vor allem aber, erleichtert es die Arbeit von Atemschutzgeräteträgern enorm. Um die verschiedenen Funktionen kennenzulernen, wurden wir in 2 Gruppenaufgeteilt und durchliefen verschiedene „Stationen“

Die Kamera selbst ist einfach zu bedienen. Das Geräte hat 3 Knöpfe, welche beliebig mit jeweils 2 Funktionen belegt werden können. So haben wir auf der linken Taste den 2-fachen digitalen Zoom, bzw. bei längerem Drücken die Fotofunktion. Auf dem mittleren Knopf kann man die verschiedenen Modi durchschalten und bei längerem Drücken einen Blick auf die erstellten Fotos werfen. Bei dem grünen Knopf ganz rechts, schaltet man die Kamera ein und aus bzw. wechselt zwischen den erstellten Bildern.

Wie vorhin angesprochen verfügt die Kamera über verschiedene Modi wie z.B. für die Brandbekämpfung, zur Personensuche und zum Ansehen von Füllständen von Behältern (z.B. im Fall von Gefährlichen Stoffen in einem Kanister etc.). Mit dieser Kamera können auch Personen in stark verrauchten bzw. dunklen Gebäuden oder Gegenden schnell und Effizient gefunden werden, was die Arbeit von Atemschutzgeräteträgern enorm erleichtert. Zudem sorgt die Kamera für mehr Sicherheit, da auch die Atemschutztrupps im Innenangriff durch die Kamera mehr sehen bzw. die Situation besser einschätzen können.

Aber nicht nur im Innenangriff ist die Kamera sehr nützlich. Auch bei der Personensuche außerhalb von Gebäuden ist die Kamera sehr hilfreich bzw. auch bei Technischen Einsätzen. Bei einem Verkehrsunfall beispielweise kann durch einen Blick durch die Kamera auf den Beifahrersitz festgestellt werden, ob sich noch eine zweite Person im Auto befand.

Zusammengefasst, sind die Vorteile dieser Kamera:

  • schnellere/effizientere Personensuche
  • schneller/effizientere Brandbekämpfung
  • mehr Sicherheit für die Mannschaft

Natürlich hat auch die Technik irgendwo ihre Grenzen und so klärten uns Stefan Magauer und Stefan Berger über die Tücken der Kamera auf. Zum einen kann man durch Glas nichts erkennen. Dies wurde durch zwei Kerzen, eine hinter einer Glasscheibe, eine ohne Glasscheibe verdeutlicht. Allgemein sollte nicht angenommen werden, dass die Kamera eine „Röntgenfunktion“ besitzt, denn schon bei einem Blatt Papier kann nicht mehr durchgesehen werden. Bei spiegelnden Oberflächen ist ebenfalls vorsicht geboten, da man sich hierbei selbst sehen kann. Auch etwaige Absturzgefahren können durch die Kamera nicht ausgeschlossen werden, da alles nur in einer 2D-Ansicht darstellen kann.

Um auch ein paar Eckdaten, zur Kamera selbst, zu nennen: Die Akkulaufzeit beträgt 4 Stunden, was bei Einsätzen meistens auf jedenfall ausreicht. Für den Fall, dass man mit der Akkulaufzeit nicht auskommt, liegt ein zweiter Akku bei, welcher mit einem Zipp an der Kamera befestigt ist. Mit diesem Zipp, wie man ihn mit der Funktionsweise von Skikartenzipps vergleichen kann, wird er bei den Ösen der Schultergurte der Atemschutzgeräte eingehängt.

Alles in allem, hat das Gerät viele Vorteile, welche den Einsatz erheblich erleichtern und die Anschaffung auf jedenfall rechtfertigen.

Vielen Dank an Stefan Magauer und Stefan Berger, dass Sie diese Übung ausgearbeitet haben und uns die Vor- und Nachteile näher erklärt haben. Aufgrund dem großen Andrang auch ein Dankeschön an die Freiwillige Feuerwehr Landshaag für die Bereitstellung ihrer Wärmebildkamera.

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