Um als Atemschutzgeräteträger im Einsatzfall mit dem Gerät arbeiten zu dürfen, muss jeder Atemschutzräger nachweisen können, dass er zweimal im Jahr an Einsätzen oder Übungen mit dem Atemschutzgerät teilgenommen hat. Um dies allen Mitgliedern in unserer Feuerwehr zu ermöglichen, findet zweimal jährlich bei uns die Atemschutzwoche statt.

Mitte April war es wieder soweit: etliche Kameraden und Kameradinnen nutzten an 5 Tagen wieder die Gelegenheit sich das Atemschutzgerät umzuschnallen und spannende Szenarien zu üben. Auch Kameraden aus anderen Feuerwehren kommen jedes Mal zu uns, um ebenfalls die Gelegenheit zu nutzen. Diesmal stand Folgendes am Programm:

Teil 1: Die richtige Türöffnung
Türöffnungen sind bei Atemschutzgeräteträgern sehr wichtig und müssen immer ordnungsgemäß durchgeführt werden, da man meist nicht erahnt, was sich hinter der Tür befindet und so die Gefahr einer Durchzündung (Flash-Over) sehr groß ist. Anhand von der Temperatur der Tür kann man sich ca. ein Bild machen wie heiß es dahinter ist.

Um das ordnungsgemäße Öffnen zu üben, war dies ein Punkt der Atemschutzwoche. Damit das Ganze noch realistischer dargestellt werden konnte, wurde die Tür erhitzt und die Türöffnung mit gefüllten Schläuchen durchgeführt. Der Truppführer machte sich mit der Wärmebildkamera ein Bild von der Situation und öffnete anschließend mit seinen 2 Kollegen die Tür und löschte den dahinterliegenden Brand. Als Zusatzaufgabe mussten die Teilnehmer noch einen Kanister mit einer warmen Flüssigkeit finden.

Teil 2: Richtiges Verhalten beim Flashover mit Sprühstrahl
Als Flashover bezeichnet man eine Phase innerhalb eines Brandereignisses und den schlagartigen Übergang eines Schadenfeuers von der Entstehungsphase hin zur Vollbrandphase. Dieser Vorgang ereignet sich zumeist sehr rasch über den gesamten Brandraum. Es kann passieren, dass ein Flashover entsteht, wenn die Feuerwehr versucht zum Brandherd vorzudringen. Durch das Öffnen eines Weges, durch den man zum Brandherd vordringt, kann es zu einer Durchzündung kommen. In diesem Fall besteht Lebensgefahr für die Atemschutzgeräteträger. Deshalb ist es enorm wichtig, sich in so einer Situation richtig zu verhalten.

Die Teilnehmer nahmen wieder mit Freude an der Atemschutzwoche teil und konnten einiges lernen bzw. auffrischen.

 

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