Im Pflichtbereich Feldkirchen wird jedes Jahr eine gemeinsame Atemschutz Gemeindeübung mit allen fünf Feuerwehren abgehalten. Ziel dieser Übung ist ein einheitlicher Ausbildungsstand, sowie eine einheitliche Vorgehensweise unter den Gemeindefeuerwehren. Da es im Falle eines Einsatzes nicht selten ist, dass gemischte Trupps im Einsatz sind, ist es vor allem hier wichtig die selben Vorgehensweisen zu beherrschen.

Dieses Jahr war unsere Feuerwehr für die Austragung der Übung verantwortlich. Schon Wochen vorher wurde nach einem geeigneten Übungsobjekt gesucht und diese besichtigt. Die Wahl fiel schlussendlich auf das Abbruchhaus der Familie Rechberger in Weidet, welches ein perfektes und realitätsnahes Übungsobjekt darstellte. Trotz Urlaubszeit und herrlichem Badewetter erschienen am Freitag, 21. Juli 2017 die Teilnehmer pünktlich um 16 Uhr beim Übungsobjekt.

Die Themenschwerpunkte der Übung waren unter anderem die Verwendung des Schlauchtragekorbs und des C42-Schlauchpakets als Alternative zum HD-Schlauch, Der Umgang mit der Wärmebildkamera und die Atemschutz Überwachung. Damit alle Teilnehmer an jeden der Themenschwerpunkte durchmachen konnte, wurde die Übung im Stations Betrieb durchgenommen.

Station 1 – Schlauchtragekorb und Schlauchpaket
Unter der Fachkundigen Anweisung von Maximilian Scheucher, welcher einige Zeit als Ausbilder in den Emiraten tätig war wurden die Löschtechniken und Vorgehensweisen gezeigt mit den beiden erwähnten Instrumenten. Bei der Station musste ein überhitzter Ofen, welcher extra für die Übung angefertigt wurde, gelöscht werden. Einige Teilnehmer waren von der Hitze und von der großen Menge an Wasserdampf, welcher beim Löschen entstand, sehr überrascht worden.
 
Station 2 – Befüllung des Schlauchtragekorbes und Anfertigen eines Schlauchpaketes
Dabei wurden auch über Verbesserungen und weitere Einsatzmöglichkeiten gesprochen, sowie einige Hilfsmittel beim Anfertigen des Schlauchpaketes aufgezeigt.
 
Station 3 – Wärmebildkamera
Wärmebildkameras erhalten in den Feuerwehren immer mehr Einzug, da sie ein super Hilfsmittel beim Suchen von Personen, Glutnestern usw. sind. Doch dies sind nicht die einzigen Einsatzmöglichkeiten. Aufgabe bei dieser Station war es, dass die Teilnehmer in einem verrauchten Raum Wärmequellen (Taschenwärme Pads) finden mussten, welche in der Fußboden Dämmung versteckt waren.
 
Station 4 – Atemschutz Überwachung
Hierbei wurde insbesondere der Atemschutzsammelplatz besprochen, da auch eine korrekte Dokumentation und Überwachung der eingesetzten Kräfte zur Sicherheit der im Einsatz befindlichen Personen beiträgt.
 
Bei der an die Atemschutz Gemeindeübung anschließenden Nachbesprechung konnten die Erfahrungen und Erkenntnisse unter den Teilnehmern ausgetauscht werden.

Wir bedanken uns bei unserem Atemschutzwart Mario Parsch, sowie seinem Stellvertreter Stefan Berger, welche als Übungsleiter fungierten. Ebenfalls ein Dankeschön geht an die beiden Helfer Maximilian Scheucher und Markus Schwarzbauer, welche sich die Zeit nahmen und bei den Vorbereitungen, sowie der Betreuung der Teilnehmer halfen. Zuletzt noch ein großes Dankeschön an die Familie Rechberger für die Bereitstellung des Übungsobjekts.
 

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