Nach dem überaus erfolgreichen Ausflug in die Steiermark 2016, fand sich mit unserem Zugskommandant Simon Berger auch dieses Jahr wieder jemand, der die Organisation übernahm.

So versammelten sich am 09. September bereits um 06.15 Uhr etliche Kameraden und Kameradinnen vor dem Gemeindeamt in Feldkirchen, wo uns der Bus abholte und uns zu unserem Ziel führen sollte. Dieses Ziel hieß im Vormittag Wien. Genauer gesagt der Flughafen in Wien-Schwechat.
 

Flughafenfeuerwehr Wien-Schwechat

Leider war das Ziel des Ausfluges keine gemeinsame Reise auf die Seychellen, wie manche Kameraden bereits bei der Busfahrt träumten, sondern die Flughafenfeuerwehr. Beim Flughafen angekommen, führte unser Weg zuerst ins Informationszentrum. Von dort aus beginnen alle Führungen. Auch hier sehnten sich manche Mitglieder vor der Anzeigetafel mit den Boardings nach einem Flug in den Urlaub. Kurz darauf ging es auch schon los. Zuerst mussten wir durch die Sicherheitskontrolle, welche wie auch bei einem Flug üblich durchgeführt wurde, bevor uns ein Shuttlebus abholte, der uns zur Feuerwehr brachte.

Dort angekommen begrüßte uns der diensthabende Leiter der Wache 1 und führte uns in den Schulungsraum, wo wir einen etwa 15-20 minütigen Film über die Feuerwehr und deren Ausbildung sahen. Nach dem Film wurden etwaige Fragen vom Leiter der Wache fachmännisch beantwortet, bevor er uns in die Fahrzeughallen führte. Dort trauten manche Mitglieder ihren Augen kaum. Wie im Film erwähnt rückt die Feuerwehr am Flughafen insgesamt zu 5000 Einsätzen pro Jahr aus. Darunter sind Täuschungsalarme von Brandmeldern, Notfälle, aber auch Sanitätseinsätze. Bei der Flughafenfeuerwehr sind auch geschulte Sanitäter im Einsatz, welche im Notfall ausrücken.

Um für diese Einsätze gerüstet zu sein, stehen der Feuerwehr geeignete Fahrzeuge zur Verfügung. Diese reichen von Rüst-, Kommando-, Lösch-, und Sanitätsfahrzeuge bis hin zu Spezialfahrzeugen. Da wir die Erlaubnis hatten uns genau umzusehen, wurden natürlich fast alle Fahrzeuge probe gesessen und so manch einer wollte gar nicht mehr aussteigen. Eines dieser vorhin erwähnten Spezialfahrzeuge ist das feuerwehreigene Hägglung. Dies war auch das Highlight für so ziemlich alle, da wir eine Runde mitfahren durften. Bei dem Hägglung handelt es sich um ein Amphibienfahrzeug mit Kettenantrieb. Aufgrund dieser Bauweise kommt es mit allen Untergründen zurecht – sowohl am Wasser, als auch zu Land.

Da die Zeit bereits drängte wurden wir zurück zum Terminal gebracht, wo es mit dem Bus weiter in Richtung Niederösterreich ging.
 

AKW Zwentendorf

Nach einer kurzen Stärkung beim Mittagessen, war unser Ziel für den Nachmittag das Atomkraftwerk in Zwentendorf. Auch dort begrüßten uns unsere Guides sehr herzlich und führten uns anschließend in einen Saal, wo uns ebenfalls ein Film zur Entstehung und Geschichte des Kraftwerks gezeigt wurde. Nach dem Film musste jeder noch die Sicherheitsunterweisung unterschreiben und einen Helm aufsetzen, bevor es losgehen konnte. Da das Kraftwerk nie in Betrieb gegangen ist kann es seit 2012 ohne Angst vor gesundheitlichen Schäden besichtigt werden. Diese Gelegenheit nutzen bereits mehrere tausend Besucher jedes Jahr. Es ist zudem weltweit das einzige Kraftwerk, welches in dieser Form und Detailtiefe besichtigt werden kann.

Bereits beim Eintreten in das Kraftwerk selbst änderte sich die Atmosphäre schlagartig. Der Geruch und die Umgebung im Kraftwerk versetzten uns in die 70er Jahre zurück, wo der Bau des Kraftwerks begann. Als erstes wurde uns ein Einblick in das Ein- und Austrittsprozedere der Mitarbeiter bei Arbeitsbeginn gezeigt. Alles musste fachmännisch dekontaminiert werden, bevor sie hinaus durften. Anschließend besichtigten wir die verschiedensten Räume wie den Antriebsraum für die Steuerstäbe, die Turbinenhalle und den Kontrollraum. Zudem konnten wir einen Blick in den offenen Reaktor werfen.

In jedem der Räume erklärten unsere Guides alles bis ins Detail und wussten auch auf jede Frage eine Antwort. Alle Mitglieder zeigten sich von der Technik, welche hinter so einem Kraftwerk aus den 70er Jahren steckt sichtlich beeindruckt. So verflog die Zeit wie im Flug, jedoch waren sich alle einig, dass der Besuch ruhig noch länger dauern hätte können.

Nach dem spannenden Besuch im Kraftwerk fand der Ausklang des Ausflugs noch bei einem Heurigen statt, bevor es wieder in Richtung Heimat ging.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Simon Berger für die Organisation dieses wirklich interessanten und spannenden Ausflugs. Fast alle Mitglieder sprachen in der anschließenden Busfahrt noch über das Erlebte und staunten teilweise noch immer. Dieser Ausflug wird noch lange in unseren Erinnerungen sein.

Die weiteren Bilder werden wir in nächster Zeit auf unserer Flickr-Seite veröffentlichen und wenn es soweit ist dann auch auf unserer Facebookseite posten.
 

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