Bei der diesjährigen Brandeinsatzübung, welche wie jedes Jahr gemeinsam mit der Feuerwehr Mühldorf und dem Samariterbund Feldkirchen abgehalten wurde, waren vor allem die Themen gefährliche Stoffe und Photovoltaikanlagen bei einem Brand im Vordergrund.

Da in jedem Haushalt mittlerweile schon gefährliche Stoffe vorhanden sind, sei es in Form von Putzmitteln, Spraydosen usw. wollten die Übungsleiter Isabella Radler und Mario Parsch auf dieses Thema näher eingehen. Vor allem in der Landwirtschaft ist bei einem Brand auf gelagerte Düngemittel etc. zu achten. Genauso überlegten sie sich eine Photovoltaikanlage mit in das Szenario einzubauen. Mit diesen Ideen suchten sie ein geeignetes Übungsobjekt und fanden dies auch bei der Familie Prieschl.

Annahme war eben ein Brand in einem landwirtschaftlichen Objekt, genauer gesagt handelte es sich um eine Garage bzw. eine Lagerhalle. Hier wurde ein fiktiver Brand bei einem Dieseltank angenommen, welcher auf das Wohngebäude bzw. nebenstehenden Trakt überzugreifen drohte.

Um das Szenario noch realistischer zu gestalten, wurden auch noch drei Personen verletzt. Wobei hier eine Person beim Dieseltank bewusstlos wurde und zwei weitere dieser Person zu Hilfe kommen wollten und dabei durch die Rauchgase auch teils schon das Bewusstsein verloren. Eine Person konnte sich noch ins Freie retten und wollte mit dem Traktor Hilfe holen. Dies war leider nicht mehr möglich, da auch diese Person bewusstlos wurde und mit dem Kopf gegen den Traktor stieß.

Einsatzleiter der Feuerwehr Mühldorf, Praher Dominik, wies seine Leute an die notwendigen Vorkehrungen zu treffen um ein Ausbreiten auf das Wohngebäude zu verhindern. Gleichzeitig schickte man drei Atemschutzräger in das in Brand stehende Gebäude um Personen zu retten.

Auch von unserer Feuerwehr drangen drei Atemschutzträger in das Gebäude vor um die zweite Person zu retten. Die Verletzten konnten dank des schnellen Auffindens bald an die Leute rund um Samariterbund Einsatleiter Denkmayr Sebastian bzw. an unser FMD-Team übergeben werden. Diese versorgten und kümmerten sich anschließend um alle. Die übrige Mannschaft des Tankfahrzeuges begann auf Anweisung unsereres Einsatzleiters Scheucher Max mit der Belüftung des verrauchten Gebäudeteiles.

Indessen sorgte unser KLF für die notwendige Löschwasserversorgung. Diese wurde über eine Zubringerleitung von einem Löschbrunnen mit anschließender Speisung unseres Tankfahrzeuges gesichert.

Nach zwei Stunden konnten alle Verletzten versorgt und abtransportiert bzw. die Löscharbeiten beendet werden. Die Schwierigkeiten bei dieser Übung waren zum einen die schmale Zufahrtstraße zum Einsatzort, die Wasserversorgung bzw. auch der Umgang mit den Gefährlichen Stoffen im Inneren bzw. der Photovoltaikanlage auf dem Dach.

Wir bedanken uns bei den beiden Übungsleitern Isabella Radler und Mario Parsch für die Ausarbeitung der diesjährigen Brandeinsatzübung. Ein weiterer Dank gilt allen Verletztendarstellern sowie der Familie Prieschl, welche uns ihr Gebäude als Übungsobjekt zur Verfügung stellte. Auch ein Dank geht an die Feuerwehr Mühldorf und an den Samariterbund Feldkirchen für die Teilnahme und reibungslose Zusammenarbeit.

Fotos: Samariterbund Feldkirchen
 

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