Am 11. November stellten sich insgesamt 6 Atemschutzgeräteträger der Leistungsprüfung um das begehrte Atemschutzleistungsabzeichen in Gold in Bad Leonfelden. Im Vorfeld wurde dafür schon fleißig trainiert um den anspruchsvollen Aufgaben gerecht zu werden. Hierbei übernahm unser Atemschutzwart Parsch Mario die Ausbildung bzw. Übungsleitung. Die Prüfung in Gold besteht aus 5 verschiedenen Stationen, wo das gesamte Wissen und Können über den Bereich des Atemschutzes gefragt ist.
 

Station 1: Geräteüberprüfung

Hierbei wählt der Bewerter ein Atemschutzgerät und eine Vollmaske aus, welche in der weiteren Folge vom antretenden Trupp überprüft wird. Jedes Truppmitglied lost, welcher Teil der Prüfung von ihm durchgeführt wird. Es gibt 3 unterschiedliche Prüfungen:

  • Prüfung 1: Dichtprüfung und Prüfung des Öffnungsdruckes des Ausatemventils (nur bei Überdruckmasken) des Atemanschlusses (Vollmaske)
  • Prüfung 2: Dichtprüfung des Lungenautomaten ohne Mitteldruck, Dichtprüfung des Lungenautomaten mit Mitteldruck, Prüfung des statischen Überdruckes in der Maske
  • Prüfung 3: Prüfung des Druckminderers (Mitteldruck), Hochdruck-Dichtprüfung, Prüfung der Restdruckwarnung

Die einzelnen Prüfschritte sind mündlich vom jeweiligen Bewerber mündlich zu kommentieren. Im Anschluss an die durchgeführte Prüfung trägt jeder Atemschutzgeräteträger die entsprechenden Prüfwerte in den Pressluftatmer-Betriebsnachweis ein, wobei bei der Prüfung 1 zusätzlich die gerätespezifischen Daten (Seriennummern, Baujahr etc.) eingetragen werden müssen.
 

Station 2: Geräteaufnahme

Bei der ersten Station muss die komplette Ausrüstung innerhalb von 180 Sekunden aufgenommen werden. Hierbei ist zu beachten, dass die Zeit von 90 Sekunden nicht unterschritten werden darf, da die Fehlerpunkte doppelt gewertet werden. Die Aufnahme des Gerätes beinhaltet das Anlegen der Jacke und des Gurtes, die Einsatzkurzprüfung sowie die Geräteaufnahme und zu guter letzt noch das Aufsetzen der Maske inkl. Helm und das Aufnehmen der Handschuhe.
 

Station 3: Praktische Einsatzübung

Die praktische Einsatzübung findet in einem dunklen Raum statt, wo verschiedene Aufgaben erledigt und Hindernisse überwunden werden müssen. Bevor man allerdings in den Übungsraum vordringen kann, heißt es alle Werkzeuge aufzunehmen und die richtige Türöffnung vorzunehmen. Danach befindet man sich im ersten Übungsraum, wo alles an Beleuchtung, welche man bei sich trägt, erlaubt ist. In diesem Raum müssen folgende Aufgaben erledigt werden:

  • Finden und abschalten der Absperrorgane von Strom und Gas
  • Auffinden und Verbringen von 10 Kanistern (mind. 20kg) über eine Distanz von 5m und über 2 Hindernisse mit ca. 80cm Höhe
  • Erkennen und Durchgabe von 5 Gefahrgutkennzeichnungen
  • Ablesen und die Durchgabe von 2 Manometerwerten
  • Finden und Bergen einer 70kg schweren Übungspuppe

Anschließend geht es weiter in die Übungsstrecke, wo ein Brand in Form eines orangen Lichts gefunden und abgeschaltet werden muss. Die Strecke muss ohne Licht und kriechend absolviert werden, wobei auch hier verschiedene Hindernisse eingebaut sind. Ist dies erledigt, werden die 10 Kanister im Übungsraum wieder zurückgeschlichtet und man hat die Station abgeschlossen. Die Zeit der praktischen Einsatzübung darf 15-20 Minuten nicht unter- oder überschreiten.
 

Station 4: Pflege und Wartung der Geräte

Hierbei wird das Gerät von jedem Atemschutzgeräteträger wieder einsatzbereit gemacht, also das Ablegen der Schutzausrüstung an die dafür vorgesehenen Stellen, das Wechseln der Atemluftflaschen und das Durchführen der Hochdruck-Dichtprüfung. Auch hier müssen verschiedene Punkte beachtet werden, wie z.B. das Langstellen der Bebänderung, die Kontrolle der Dichtungen bei den Flaschen, die Prüfung der Funktion der Restdruckwarnung uvm. Hierbei hat jeder Trupp eine Zeitvorgabe von 7 Minuten, welche nicht überschritten werden darf.

Ist dies erledigt, muss jedes Truppmitglied aus einem Pool von 12 Fragen eine ziehen und beantworten. Die Themen dieser Fragen beinhalten die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft von Atemschutzgerät, Lungenautomat und Atemschutzmaske, sowie die Prüfabläufe dieser. Anschließend ist noch von jedem Truppmitglied schriftlich die Luftverbrauchsberechnung durchzuführen.
 

Station 5: Theoretische Prüfung

Bei der theoretischen Prüfung müssen die Teilnehmer ihr Wissen, in Form von offenen Fragen unter Beweis stellen. Hierbei haben die Kameraden 20 Minuten Zeit um 20 Fragen rund um das Thema Atemschutz zu beantworten.
 
Alle Kameraden und Kameradinnen konnten die Atemschutzleistungsprüfung erfolgreich absolvieren und freuen sich über das Atemschutzleistungsabzeichen in Gold.
Die Teilnehmer waren in folgende Trupps eingeteilt:

Trupp 1: Berger Simon, Berger Stefan, Rechberger Thomas
Trupp 2: Stibal Christian, Parsch Mario*, Rauch Christian

*Parsch Mario fungierte hier als Ergänzungsmitglied.

Wir bedanken uns bei unserem Atemschutzwart Mario Parsch für die Betreuung, sowie Unterstützung bei der Vorbereitung und Absolvierung der Atemschutzleistungsprüfung und gratulieren allen Kameraden und Kameradinnen zum bestandenen Abzeichen in Gold.
 

Copyright: Manfred Rehberger | BFK UU
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