Von 27. November bis 03. Dezember stand für unsere 32 Atemschutzträger wieder die Atemschutzwoche ins Haus. Diese findet zweimal jährlich statt und hatte beim letzten Mal den Schwerpunkt zum Thema Wärmebildkamera. Diesmal ging es um ein anderes Gerät, welches für die Atemschutzträger ebenfalls sehr wichtig ist: das Gasspürgerät!

Mario Parsch und Stefan Berger machten sich auch hierbei wieder Gedanken wie man die Übung interessant und fordernd gestalten könnte. So fanden sie eine gute Mischung aus Theorie und Praxis um allen Teilnehmern das Gerät und die Handhabung zu vermitteln.

Zuerst wurde in der Fahrzeughalle im neuen Feuerwehrhaus alles theoretische zum Gerät besprochen. Hierbei ging es vorwiegend darum welche Werte zeigt das Gerät an, wie lest man sie richtig ab und wie quittiert man das Gerät. Ein weiterer Punkt, der theoretischen Einführung, waren die notwendigen Schritte das Gerät überhaupt einsatzfähig zu machen. Seit diesem Jahr neu: Das Gerät muss vor jeder Verwendung mit einer Prüfflasche in der sämtliche Stoffe enthalten sind, auf die das Gerät anschlägt, auf die Funktionsfähigkeit überprüft werden.

Nachdem alles theoretische besprochen wurde, ging es weiter mit unserem TLF in Richtung altem Feuerwehrhaus. Hierbei fuhr man einen kleinen Umweg gemacht um den Atemschutzträgern mehr Zeit zum Ausrüsten während der Fahrt zu geben. Dennoch blieben ihnen nicht mehr als 3 Minuten sich einsatzfertig auszurüsten. Beim alten Feuerwehrhaus angekommen gab es eine kurze Einweisung in das Szenario, bevor der praktische Teil der Übung auf unserer Atemschutzstrecke beginnen konnte.

Das Szenario stellte sich folgendermaßen dar: Auf der Strecke versteckte man einige Kübel, welche von den Atemschutztrupps gefunden werden mussten. Wenn diese lokalisiert wurden, musste mittels Gasspürgerät überprüft werden, ob sich darin ein Stoff befindet, auf den das Gerät anschlägt. Hierbei wurde der Deckel der Kübel entfernt und das Gerät in den Kübel gelegt. Wenn es anschlug, mussten die Werte abgelesen und mittels Funk an den Atemschutzsammelplatz weitergegeben werden. Das Gerät kann, um nur zwei Beispiele zu nennen, den Sauerstoffgehalt in der Luft messen und schlägt bei unter 19,5% bereits an oder auch die Explosionsgefahr messen. Um das Ganze ersichtlich zu machen, wurden in den Kübeln verschiedene Stoffe wie Benzindämpfe, Kohlendioxid usw. gefüllt.

Um noch eine Schwierigkeit mit einzubauen kam vom Atemschutzsammelplatz, nach erfolgreicher Suche und Durchgabe der Werte, noch die Anweisung alle Kübel in denen sich ein gefährlicher Stoff befand, mit nach draußen zu bringen. Hierbei kam es auch vor dass bei Unsicherheit nochmal nachgemessen werden musste. Zudem war in der Strecke noch eine Acetylenflasche versteckt, welche anhand der kastanienbraunen Schulter erkannt und aus der Strecke befördert werden musste. Schlussendlich konnten alle teilnehmenden Trupps die Aufgabe meistern und erfolgreich abschließen.

Das Arbeiten mit dem Gasspürgerät war für die meisten von uns neu und deshalb besonders lehrreich. Wir bedanken uns bei Mario Parsch und Stefan Berger für die Ausarbeitung des interessanten Szenarios. Wir freuen uns bereits jetzt schon auf die nächste Atemschutzwoche im Frühjahr 2018.
 

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