Bereits um 08:00 Uhr morgens stand für unsere Atemschutzträger, sowie denen der FF-Landshaag, körperliche Ertüchtigung am Programm. Sie waren am Samstag, 17. Februar dazu aufgefordert ihre körperliche Fitness beim Atemschutzleistungstest (Finnentest) unter Beweis zu stellen. Diese Überprüfung ist seit Jahresbeginn 2016 im Zuge einer Neuerung jährlich für alle Atemschutzgeräteträger zu absolvieren. Die neue Regelung besagt, dass die übliche ärztliche Untersuchung nur mehr alle 5 Jahre zu machen ist, dafür jährlich dieser Test.

Bereits seit der Einführung des Finnentests arbeiten wir mit der Feuerwehr Landshaag zusammen und absolvieren den Test in ihrem Feuerwehrhaus durch. Der Test verlangt den Atemschutzträgern sehr viel ab und soll die körperliche Fitness für den Einsatz unter schwerem Atemschutz sicherstellen. Der Test ist mit der kompletten Schutzausrüstung (Stiefel, Einsatzhose, Einsatzjacke, Helm), sowie dem Atemschutzgerät zu absolvieren. Gesamt haben die Atemschutzträger hierbei schon ein zusätzliches Gewicht von 20-25 Kilogramm zu tragen und müssen anschließend noch diverse Übungen durchführen. Vor Beginn des Tests wird eine Pulsmessung durchgeführt.

Diese Aufgaben laufen wie folgt ab:
 

Station 1

Aufgabe: 100 Meter gehen, ohne Kanister und 100 Meter gehen mit 2 Kanister á 16,6kg
Zeit: 4 Minuten
 

Station 2

Aufgabe: Stiegen steigen, 90 Stufen hinauf und 90 hinunter
Zeit: 3,5 Minuten
 

Station 3

Aufgabe: Hämmern eines LKW Reifens 3 Meter Weit (Hammer 6kg / Reifen 47 kg)
Zeit: 2 Minuten
 

Station 4

Aufgabe: Unterkriechen und Übersteigen von Hindernisse in der Höhe von 60cm (3 Runden)
Zeit: 3 Minuten
 

Station 5

Aufgabe: Einfaches Rollen eines C-Druckschlauches
Zeit: 2 Minuten
 

Was sich in der Theorie einfach anhört, ist praktisch eine große körperliche Belastung. Vor allem die 4. Station, wo die Atemschutzträger die Hindernisse übersteigen und unterkriechen müssen, wird von fast allen als die anstrengendste empfunden. Aber auch die 90 Stufen ziehen sich mit den zusätzlichen 20-25 Kilogramm, welche noch zum Körpergewicht getragen werden müssen, ordentlichen in die Länge. Wenn alle Stationen absolviert wurden, wird abermals eine Pulsmessung durchgeführt. Weiters wird auch noch der Luftverbrauch protokolliert.

Dennoch bestanden alle KameradInnen den Atemschutzleistungstest mit Bravour und zeigten so, dass sie für den Einsatz unter schwerem Atemschutz fit genug sind.

Wir bedanken uns bei der FF-Landshaag und deren Mitgliedern bei der Ausrichtung des Atemschutzleistungstests bzw. zur Verfügungstellung ihres Feuerwehrhauses. Ebenso geht ein Dank an unseren Atemschutzwart Mario Parsch und seinen Stellvertreter Christoph Wögerer für die Organisation und Durchführung des Atemschutzleistungstests.
 


Fotos: Phillip Prokesch | FF-Landshaag