Am frühen Abend des 14. September 2018 fand die Pflichtbereichsübung der Gemeinde Feldkirchen, die in diesem Jahr von der Feuerwehr Lacken organisiert und durchgeführt wurde, statt. Als Übungsannahme wurde ein Brand eines Landwirtschaftlichen Objektes im Ortsteil Lacken angenommen. Eine spezielle Herausforderung stellte bei diesem Objekt die Löschwasserversorgung dar, weil eine lange Zubringerleitung quer über die Rohrbacher Bundesstraße und die Schienenstraße der Mühlkreisbahn gelegt und dabei noch ein gewisser Höhenunterschied überwunden werden musste.

Für den Schlauchweg unter den Verkehrswegen konnte ein Entwässerungsrohr genutzt werden, das bereits vor Jahren mit einem Vorspannseil ausgestattet wurde. Daher kam es bei diesem fiktiven Einsatz auch zu keiner großen Verkehrsbehinderung. Die Einsatzkräfte des KLF der Feuerwehr Mühldorf übernahmen die Wasserförderung aus einem Teich und legten eine 260m lange B-Druckleitung die von der Feuerwehr Landshaag übernommen wurde. Mit einer zweiten Tragkraftspritze im Relaisbetrieb konnte so der Höhenunterschied überbrückt und damit die Speisung unseres Tanklöschfahrzeuges am Einsatzort sichergestellt werden.

Beim Brandobjekt selbst, wurden 3 Personen vermisst, die mit Atemschutztrupps der fünf Gemeinde-Feuerwehren gesucht und gerettet wurden. Dabei kam auch ein Atemschutztrupp unserer Feuerwehr zum Einsatz. Die geretteten Zivilisten und ein verletzter Atemschutzträger wurden vom FMD Team zum Sanitätsplatz verbracht, wo sie vom Arbeiter-Samariterbund Feldkirchen medizinisch betreut wurden. Als zusätzliche Übungsaufgabe errichtete die Feuerwehr Mühldorf in einer Wagenhalle des Anwesens den Atemschutzsammelplatz, bei dem die nötigen Atemschutz-Einsatzdaten erfasst wurden und der als Sammelpunkt für Reserve- und Sicherungstrupps diente. Als weiteres Einsatzelement musste eine verletzte Kuh in Sicherheit gebracht werden. Dazu wurde die Tierrettung mit einem Kranfahrzeug der Feuerwehr Bad Mühllacken durchgeführt.

Im Anschluss der Übung wurden die Erkenntnisse aus diesem Einsatzszenario in einer Übungsnachbesprechung gesammelt. In dieser Besprechung wurde klar aufgezeigt, dass für den Aufbau einer derart langen und komplexen Zubringerleitung, trotz perfektem Zusammenspiel der Einsatzkräfte, zahlreiche Minuten vergehen, in denen die Löschmittelvorräte der eingesetzten Tanklöschfahrzeuge voraussichtlich bereits erschöpft sein werden. Im Ernstfall wären daher zusätzliche Löschwasserquellen erforderlich, deren Förderung aber nur durch zusätzliche Feuerwehren sichergestellt werden kann.

Wir bedanken uns bei der Feuerwehr Lacken für die Ausarbeitung und Organisation der diesjährigen Gemeindeübung.

Fotos und Bericht: FF-Mühldorf