Wie jedes Jahr war der Bezirk Urfahr-Umgebung mit seiner Atemschutzträger-Ausbildung bei uns im Feuerwehrhaus für den praktischen Teil zu Gast. Insgesamt 35 neue Atemschutzträger und 1 Atemschutzträgerin können nun aufgrund der erfolgreichen Ausbildung im Einsatzfall zur Stelle sein.

Der erste Teil der Ausbildung fand im Feuerwehrhaus Mühldorf statt, wo sie die Theorie im Umgang mit dem Atemschutz erlernten. Angefangen bei den Grundlagen des Atem- und Körperschutzes, über die richtige Atmung, atembare Luft, Atemgifte bis hin zu Grundlagen über Aufbau und Funktion von Atemschutzgeräten, Grundsätze der Einsatztaktik im Atemschutzeinsatz inkl. Atemschutzsammelplatz, den Gefahren im Atemschutzeinsatz, Auswirkungen von „Flash Over“ und „Backdraft“ und der Wartung, Pflege, Reinigung und Prüfung von AS-Geräten erfuhren die Teilnehmer alles.

Nach dem theoretischen Teil absolvierten die Teilnehmer einen Übungstag bei uns im Feuerwehrhaus bzw. auf unserer Atemschutzstrecke. Der erste Teil dieses praktischen Tages bestand aus der Absolvierung des Atemschutzleistungstests. Dieser besteht aus 5 verschiedenen Aufgaben, welche die körperliche Eignung zum Vorgehen unter Atemschutz gewährleisten sollen. Für diese 5 Aufgaben haben die Teilnehmer insgesamt 14,5 Minuten Zeit.

Anschließend, bei der zweiten Station folgten Informationen sowie die Anprobe und der Umgang mit Schutzanzügen. HBI Wolf Martin von der Feuerwehr Rottenegg versorgte die Teilnehmer mit allen nötigen Informationen zum Tragen von Schutzanzügen. Um die Atmung unter Atemschutzeinsatz zu trainieren, mussten alle Kameraden und Kameradinnen eine ca. 700 m lange Strecke mit der Atemschutzmaske und aufgeschraubten Kombifilter laufend zurücklegen.

Nach diesen beiden körperlich anstrengenden Stationen konnten die Teilnehmer bei der dritten und vierten Station kurz durchatmen. Diese bestanden zum einen aus der Besichtigung und der Funktionsweise des Atemschutzfahrzeuges der Feuerwehr Ottensheim, welches im Bezirk als Stützpunktfahrzeug stationiert ist. Zum anderen besichtigten die angehenden Atemschutzgeräteträger die Atemschutzwerkstatt und lernten dort die Reinigung der Masken usw. kennen.

Der Nachmittag bestand aus der Begehung unserer Atemschutzstrecke. Hierbei wurden zwei verschiedene Szenarien, wie zB. die Personenrettung, und die Lokalisierung eines Brandes, für die Teilnehmer vorbereitet. Zur realistischeren Darstellung vernebelten wir mithilfe einer Nebelmaschine die Atemschutzstrecke. Anschließend wurden mit den Teilnehmern etwaige Verbesserungsvorschläge etc. besprochen. Danach ging es wieder zurück ins Feuerwehrhaus, wo sie die Geräte wieder einsatzbereit machen mussten.

Nachdem all diese Stationen und Aufgaben erfüllt wurden, hatten es die Teilnehmer fast geschafft. Abschließend gab es noch eine kurze schriftliche Überprüfung über das erlernte Wissen. Auch diese schafften alle Teilnehmer mit Bravour.

Aufgrund der großen Teilnehmerzahl wurden die Lehrgänge wieder auf 2 Lehrgänge aufgeteilt. Lehrgangsleiter HAW Gerhard Schietz und die 8 Ausbilder waren mit den Teilnehmern äußerst zufrieden. Auch Abschnittsfeuerwehrkommandant Brandrat Kurt Reiter, MSc lobte vor der Passübergabe die gute Ausbildung und bedankte sich für das Engagement in ihrer Freizeit.

5 Kameraden unserer Feuerwehr waren für den Ablauf und der Betreuung der Atemschutzübungsstrecke tätig. Zudem stand auch das Atemschutzfahrzeug einen Tag lang zur Verfügung und 2 Kameraden der Feuerwehr Ottensheim füllten nach jeder Station die Atemluftflaschen der Teilnehmer.

Für Lehrgangsleiter Gerhard Schietz war es die letzte Geräteträger Grundausbildung. Er verabschiedet sich in den verdienten Ruhestand.

Fotos: OAW Phillip Prokesch

Weitere Bilder von beiden Lehrgängen: Lehrgang 1 und Lehrgang 2

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