Die mittlerweile dritte Übung in diesem Jahr fand am 26. Februar im Feuerwehrhaus statt. Nach der realen Brandeinsatzübung gemeinsam mit der Feuerwehr Mühldorf, fand diesmal eine taktische Einsatzübung, ein sogenanntes Planspiel, im Feuerwehrhaus statt.

Probleme eines Planspiels

Begleiterscheinungen von solchen Planspielen ist sehr oft trockene Theorie, da solche Übungen sozusagen nur am Schreibtisch stattfinden und man sich alles nur vorstellen kann, ohne es real zu erleben. Aus diesem Grund haben sich die beiden Übungsleiter Stefan Berger und Isabella Radler dazu entschieden, den kompletten Einsatz in ein reales Modell zu übertragen, damit sich die Teilnehmer das Szenario besser vorstellen können.

Das Übungsobjekt der Einsatzübung war der Hof eines Feuerwehrkameraden. Die Annahme lautete, dass der Traktor des Hofbesitzers Feuer fing. Trotz sofortiger Alarmierung griffen die Flammen beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits auf das Hofgebäude über. Der Hofbesitzer teilte den Einsatzkräften mit, dass sich im Gebäude noch Personen befinden, welche als vermisst galten.

Jeder der Übungsteilnehmer war Gruppenkommandant eines Fahrzeuges und musste für sein Fahrzeug, unter den Anweisungen von Einsatzleiter Christian Rauch, die beste Entscheidung treffen. Damit jeder der Anwesenden wusste, welches Fahrzeug er betreut, waren auch diese mit Fotos von realen Fahrzeugen dargestellt. Zur Suche der vermissten Personen wurde bereits beim Eintreffen ein imaginärer Atemschutztrupp ins Gebäude geschickt.

Währenddessen entschieden die weiteren Fahrzeuge wie sie sich positionieren und welche Wasserentnahmestellen sie benutzen. Zur Sicherstellung der Erstversorgung der anwesenden Tanklöschfahrzeuge entschied man sich bei umliegenden Swimmingpools anzusaugen. In der Zwischenzeit bauten die Kleinlöschfahrzeuge eine Relais-Leitung vom nahe gelegenen Nebenarm der Donau auf, um die langfristige Versorgung sicherzustellen. Mittels schnüren stellte man die Löschleitung auf dem Modell dar.

Nachbesprechung

Als der fiktive Brand gelöscht und die vermissten Personen gefunden wurden, war es Zeit für eine Nachbesprechung. Hier zeigten die Teilnehmer die Schwierigkeiten des Einsatzes auf und der Einsatzleiter schilderte seine Sicht der Dinge. Ebenfalls zeigten die beiden Übungsleiter und -beobachter Verbesserungen auf und lobten die Teilnehmer auch für teils kreative Ideen.

Wir bedanken uns bei den beiden Organisatoren für die Ausarbeitung der Übung, sowie für die interessante Darstellung. Diese Art der taktischen Einsatzübung empfanden die Teilnehmer keineswegs als trocken und jeder war mit Begeisterung bei der Sache.

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