Am 14. September 2019 fand in Ach an der Salzach im Bezirk Braunau der 2. Bundeswasserwehrleistungsbewerb statt. Dort traten die besten Zillenfahrer Österreichs gegeneinander an und ritterten, bei einer traumhaften Kulisse, um die besten Zeiten. Aufgrund ihrer tollen Erfolge haben sich aus unserem Bezirk einige Zillenbesatzungen für den Bewerb qualifiziert, darunter auch unsere Besatzung Andreas Berger und Stefan Berger mit ihrem Landessieg im Vorjahr. Qualifiziert hätte sich auch die Besatzung Gerhard Pammer und Thomas Rechberger, welche aber wegen einer Verletzung leider nicht antreten konnte.

Schwieriger Bewerb aufgrund der Strömung

Der Bewerb fand direkt in traumhafter Kulisse und perfektem Wetter mit Blick auf die Burg zu Burghausen statt. Müsste man ihn mit einem Satz beschreiben, würde dieser wohl „Die Salzach war eine ordentliche Herausforderung“ lauten. Und das war sie auch. Aufgrund der reißenden Strömung war der Bewerb eine sehr große Herausforderung für die Zillenbesatzungen. Deshalb gingen einige Fahrer auch unfreiwillig baden.

Insgesamt stellten sich 278 Besatzungen dem anstrengenden Bewerb auf dem Grenzfluss zwischen Österreich und Deutschland in den Disziplinen Allgemeine Klasse Bronze, Allgemeine Klasse Silber und der Königsdisziplin – dem Einer Bewerb.

Bundesbewerbsleiter E-BR Günter Unterholzer erklärte, worauf es beim Bewerb ankam:

„Die Salzach ist ein Gebirgsfluss, der seine Tücken hat. Ein guter Zillenfahrer muss natürlich eine gewaltige Kraft haben, gerade bei solchen Bedingungen wie auf der Salzach. Aber die Technik ist auch wichtig, da die Salzach keine Fehler verzeiht. Die Zillenbesatzung muss ein Richtungstor passieren, dann gilt es eine Wendeboje zu umfahren. Diese hat heute am meisten Probleme gemacht, weil hier die Strömung der Salzach so hereingedrückt hat. Dann ging es flussabwärts durch die Zillengasse, die zu durchfahren war. Nach der unteren Wendeboje gilt es dann die Zille flussaufwärts mit dem Stecher am Uferrand bis ins Ziel zu schieben.“

Bundesbewerbsleiter E-BR Günter Unterholzer

Tolle Leistungen unserer Zillenbesatzung

Die erste Disziplin für unsere Zillenbesatzung Andreas und Stefan Berger bei diesem Bundeswasserwehrleistungsbewerb war die Allgemeine Klasse Bronze. Hier war das Glück allerdings nicht auf ihrer Seite. Kurz nach dem Start in Richtung der Wendeboje war ein kleiner Ausrutscher, beim Umgreifen auf die Ruder, Auslöser für den Ausfall. Die Strömung trieb die Zille mit der Nase innerhalb der Boje vorbei, was leider die Disqualifikation bedeutete.

Doch unsere Besatzung lies sich davon nicht unterkriegen. Beim Silber-Bewerb gaben sie dann, unter den lauten Anfeuerungsrufen der mitgereisten Fans von den Feuerwehren Feldkirchen, Landshaag und Mühldorf alles und absolvierten die Strecke mit einer hervorragenden Zeit von 05:35.14 Minuten. Leider zeigte einer der Bewerter an, dass die Zille während der Fahrt eine Boje berührt hatte. Dies bedeutet bei Zillenbewerben 30 Fehlerpunkte.

Nach der Fahrt mussten noch verschiedene Zusatzaufgaben wie zum Beispiel Rettungsring werfen, absolviert werden. Danach stand für die beiden noch die Königsdisziplin – der Einer Bewerb – am Programm.

Starker Auftritt im Einer-Bewerb

Beim Einer muss eine verkürzte Strecke, wie der Name schon sagt, allein bewältigt werden. Hier braucht es die richtige Technik, aber auch jede Menge Kraft um der Strömung standzuhalten.

Den Start im Einer-Bewerb machte aus unserer Sicht Andreas Berger mit der Startnummer 32. Nach den beiden Fahrten in Bronze und in Silber zeigte er hier seine Klasse und beendete die Strecke mit einer Wahnsinns Zeit von 03:56.16 Minuten und das fehlerfrei!

Kurz darauf folgte der Start für Stefan Berger mit der Startnummer 37, welcher aber leider disqualifiziert wurde.

Siegerehrung und Schlussveranstaltung

Bei der anschließenden Siegerehrung wurden die Ergebnisse bekannt gegeben. Zahlreiche Ehrengäste fanden sich dafür auf der Bühne ein. Wie schon beim 1. Bundeswasserwehrleistungsbewerb 2015 in Tulln waren unsere Kameraden aus Niederösterreich wieder sehr stark vertreten. Aber diesmal konnte auch seitens Oberösterreichs sehr gut dagegen gehalten werden.

So platzierte sich unsere Besatzung Andreas Berger und Stefan Berger in der Disziplin Allgemeine Klasse Silber auf dem 23. Platz von 55 angetretenen Besatzungen.

Im Einer-Bewerb belegte Andreas Berger mit seiner fulminanten Fahrt den 7. Platz aus 63 Besatzungen. Er war zudem auch der beste Oberösterreicher in dieser Klasse, welche fest in niederösterreichischer Hand war. Unter den ersten 15 Besatzungen waren nur zwei Oberösterreicher zu finden und beide kamen aus unserer Gemeinde.

Unsere Kameraden von der Feuerwehr Mühldorf konnten einen 3. Platz durch Franz Lang und Markus Kneidinger feiern. Auch die Besatzungen der Feuerwehren Landshaag und Rottenegg fuhren sehr gute Ergebnisse ein.

Landeshauptmann Thomas Stelzer, Landesrat Wolfgang Klinger, Landesfeuerwehrkommandant Robert Mayer, Abschnittsfeuerwehrkommandant Kurt Reiter in Vertretung von Bezirksfeuerwehrkommandant Johannes Enzenhofer sowie Feuerwehrpräsident Albert Kern gratulierten den stolzen Gewinnern!

Auch von unserer Seite herzliche Gratulation zu den erbrachten Leistungen, besonders den Feuerwehren Landshaag, Mühldorf und Rottenegg!

Vollständige Ergebnisliste: Ergebnisliste GESAMT

Wir sind sehr stolz auf unsere Zillenfahrer aufgrund ihrer tollen Ergebnisse. Doch bereits mit der Qualifikation für den Bundeswasserwehrleistungsbewerb zeigten sie, dass sie zu den besten aus ganz Österreich gehören.

Weiters möchten wir uns bei der Marktgemeinde Feldkirchen und bei ihren politischen Vertretern der Fraktionen SPÖ, ÖVP und FPÖ bedanken. Mit ihrer Unterstützung konnten ca. 100 Fans der Feuerwehren Landshaag, Feldkirchen und Mühldorf an die Strecke nach Ach an der Salzach reisen und diese Fans sorgten mit ihrer beeindruckenden Stimmungskulisse für eine eindrucksvolle Unterstützung ihrer Mannschaften.

Fotos: R. Berger | ÖBFV und HAW Herbert Denkmayr |BFK UU
Mehr Fotos gibt’s auf der Flickr-Seite des
Bezirksfeuerwehrkommandos Urfahr-Umgebung, sowie auf der des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes.