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Für diese Woche wurde von unserem Lotsen- und Nachrichten-Team Reisinger Lukas und Radler Isabella eine besondere Übung zum Thema Liftrettung, Tiefgarage und NMS ausgearbeitet.

Es wurden bei dieser Übung gleich 3 verschiedene Themen beübt und dazu die Teilnehmer in 2 Gruppen aufgeteilt.

Die erste Station war die Neue Mittelschule Feldkirchen. Diese ist während des Schulbetriebs mit bis zu 380 Personen relativ voll, während Veranstaltungen können sich außerdem bis zu 500 Personen im Veranstaltungszentrum aufhalten. Im Brandfall gilt es all diese Personen zu evakuieren; dementsprechend groß wird die Anzahl der Einsatzkräfte sein, daher ist dieses Gebäude ein nicht unbeachtliches Objekt für unsere Feuerwehr.
Daher hat LuN Stv. Radler Isabella gemeinsam mit dem Schulwart, welcher verantwortlich für die technische Betreuung und somit auch für den Brandschutz ist, eine Führung im neuen Gebäude vereinbart, um unseren Kameraden die verschiedenen Brandmeldeanlagen, Belüftungsanlagen, Brandabschnitte und potentielle Gefahren im Ernstfall zu zeigen.
Gemeinsam wurden die Brandschutzpläne durchgegangen, auf mögliche Probleme hingewiesen und für die Feuerwehr relevante Einrichtungen begutachtet.
Wir hoffen natürlich, dass es nie zu einem Ernstfall kommen wird. Wenn doch, dann sind unsere Kameraden und Kameradinnen bestens vorbereitet.

An dieser Stelle ein herzliches Danke an den Schulwart für die professionelle Führung, die vielen Tipps und Informationen und dafür, dass du dir für uns Zeit genommen hast!

Die zweite Station wurde von LuN Kdt. Reisinger Lukas geleitet, für ihn galt es gleich 2 verschiedene Themen zu erläutern.
Als erstes wurde die Tiefgarage der neuen Wohnungen der Gewerbeparkstraße begutachtet. Sollte es zu einem Fahrzeugbrand oder einem ähnlichen Fall kommen, müssen die Kameraden unserer Feuerwehr in der Lage sein, auch mit schwerem Atemschutzgeräten in die Tiefgarage vordringen zu können und dort einen Löschangriff vorzunehmen.

Es gibt 3 Möglichkeiten in die Tiefgarage zu kommen, die erste durch das Wohngebäude selbst, zweitens durch einen Belüftungsschacht und direkt durch das Tiefgaragentor.
Dieses Tor kann von außen durch die Feuerwehr geöffnet werden, was sich jedoch bei der Übung leider als nicht funktionstüchtig herausstellte.
Dieser Mangel wurde bereits gemeldet und sollte in Kürze behoben sein.
Von innen ist das Tor durch einen Kettenzug im Falle eines Stromausfalls manuell betätigbar, es könnte also ein Atemschutztrupp das Tor von innen öffnen.

Da die Garage verhältnismäßig groß ist, und darin mehrere Fahrzeuge Platz haben, ist die Tiefgarage auf jeden Fall ein Ort für eine zukünftige Übung.

Als letzte Station galt die Liftrettung. Da dieses Wohngebäude über 3 Stockwerke verfügt, wurde auch ein Lift der Firma Thyssen Krupp eingebaut.
Lifte gelten generell als äußerst sicher und sind auch im Falle eines Stromausfalles keine Gefahr. Jedoch kann es dazu kommen, dass Personen sich exakt in so einem Moment im Lift zwischen zwei Stockwerken befinden. In diesem Fall bleibt der Lift stehen und den Personen ist es nicht möglich den Lift gefahrlos zu verlassen.

Für diesen Fall kann die Feuerwehr eine sogenannte Liftöffnung vornehmen, um Personen aus den Lift zu befreien.
Dabei wird der Lift in einem Not-Modus händisch aufgezogen, welches aufgrund der Gegenwichte noch möglich ist, jedoch ist dies etwas langsamer als der normale Liftbetrieb.
In einem Stockwerk angekommen kann mittels spezieller Schlüssel die Lifttür geöffnet werden und die Personen können ohne weitere Gefahren aus dem Lift gerettet werden.

Auch wenn solche Situationen selten vorkommen, hat LuN Kdt. Reisinger es selbstverständlich für wichtig empfunden, diese Situation zu beüben.
Mit Unterstützung der von Thyssen Krupp erhaltenen Unterlagen war es uns möglich, den Lift wie in einer Ernstfall Situation zu bewegen und die Türen zu öffnen.

Dies geht dank des übersichtlichen Systems und der Anleitung ohne größere Schwierigkeiten und so konnten alle den Umgang mit einer Personenrettung aus einem Lift erlernen.

Auch an dieser Stelle noch ein großes Dank an unser Lotsen und Nachrichtenteam für die gute Ausarbeitung dieser Übung und Danke an alle Kameraden, die sich an dieser Übung beteiligt haben!