Am Dienstag, 04. Februar 2020 war wieder einiges los bei unserer Feuerwehr. Während die Kommandomitglieder bei der Feuerwehr Mühldorf zur Einschulung des Digitalfunks zu Gast waren, fand für alle anderen eine Übung zum Thema eingeschlossene Person in Lift statt.

Aufgrund der hohen Bautätigkeit in unserer Gemeinde wo auch viele Wohnhäuser gebaut werden gibt es immer mehr Lifte in unserem Einsatzgebiet. Diese sind uns allerdings nicht fremd und haben uns bereits in der Vergangenheit schon öfter beschäftigt. Allein im letzten Jahr ging bei uns 3-mal ein Alarm wegen einer eingeschlossenen Person in einem Lift ein. Zum Glück handelte es sich jedes Mal um einen Fehlalarm.

Da die Vorgehensweise bei einer Liftrettung leider sehr vom eingebauten Modell abhängig ist, muss man jedes Liftmodell eigens beüben. Glücklicherweise werden bei identen Wohnblöcken auch idente Liftmodelle eingebaut, so auch bei den neuen Wohnungen im Gartenweg. Um die Bewohner nicht zu verunsichern, bzw. sie darauf vorzubereiten, hängten wir bereits einige Tage vorher einen Hinweis auf die Übung an der Eingangstür auf.

Liftrettung in der Praxis

Für die Übung organisierte Stefan Weißböck einen Termin mit dem zuständigen Techniker der Firma Schindler. Dieser zeigte uns im Vorfeld wo wir alle Schlüssel finden, um Zugang zur Tiefgarage bzw. zum Lift zu bekommen, bevor es weiter ins Innere des Gebäudes ging.

Der Techniker zeigte uns die Schaltzentrale des Liftes und wie wir im Falle einer eingeschlossenen Person vorgehen müssen. Um das Ganze verständlicher zu machen, simulierten wir eine eingeschlossene Person inkl. Notruf zur Verwaltungszentrale. Wichtig ist es, die eingeschlossene Person als Erstes zu beruhigen und ihr Anweisungen zu geben, bevor man mit der Personenrettung beginnt. Anschließend wird der Lift in die nächstgelegene Station befördert, die Tür entriegelt und die Person gerettet. Jeder der anwesenden Kameradinnen und Kameraden durfte anschließend die Rettung selbst versuchen.

Wir bedanken und bei Stefan Weißböck für die Ausarbeitung der Übung. Ein weiterer Dank geht an den Techniker der Firma Schindler, der sich die Zeit nahm und alles mit uns durchging.