Am Freitag, 06. März 2020 war unsere Jugendgruppe bei unseren Nachbarn, dem Samariterbund Feldkirchen, zu Gast. Dort lernten die Jugendlichen jede Menge über die Erste Hilfe und den Rettungsdienst an sich. Dafür hatte sich Ortsstellenleiter Ötzkan Vural mit seinen Mitarbeitern und Ehrenamtlichen ein paar Übungen und Aufgaben überlegt.

Jede Menge Input im Lehrsaal

Den Beginn machte ein kleiner Vortrag im Lehrsaal, wo Ötzkan Vural seine Kollegen vorstellte und Allgemeines über die Dienststelle und den Samariterbund erzählte. Anschließend übernahmen seine Kollegen, die zwei Rucksäcke vorbereitet hatten. Diese beiden Rucksäcke enthalten alles Wichtige für den Rettungsdienst und sind immer in den Autos vorhanden. Während in dem roten Rucksack allgemeine Dinge, wie Mullbinden, Wundauflagen, Beatmungsmaske usw., die jeder eingeschulte Rettungssanitäter verwenden darf enthalten sind, ist der blaue Rucksack vor allem für Notfallsanitäter bzw. den Notarzt hilfreich. Darin befinden sich verschiedene Medikamente, verschiedene Tubus Arten und noch vieles mehr. Für diese Utensilien ist eine spezielle Ausbildung und Einschulung notwendig.

Nachdem alle Fragen beantwortet waren, ging es weiter mit den verschiedenen Geräten wie dem Defibrillator, ein Absauggerät und dem „Luxusmodell“ des Samariterbundes, den Corpuls 3. Dieses Gerät wird seit 5. November 2018 kontinuierlich auf dem Rettungstransportwagen, der bei Notfällen ausfährt mitgeführt. Der Corpuls 3 ermöglicht eine tadellose Überwachung von Notfallpatienten. Ohne Zeitverzögerungen werden die gewünschten Vitalparamater (Blutdruck, Sauerstoffsättigung, EKG, Kohlenmonoxid Messung) angezeigt. Somit kann man sagen, dass die Intensivstation zum Patienten kommt. Zum besseren Verständnis wurde von den Jugendlichen die Sauerstoffsättigung und ein EKG gemessen.

Im Anschluss daran behandelte man das Thema Verbände. Diese sind vor allem auch beim Wissenstest der Feuerwehrjugend immer wieder Thema und können auch im Privatleben sehr hilfreich sein. Die Jugendlichen legten sich gegenseitig verschiedene Verbände an und erhielten hierbei hilfreiche Tipps von den Mitgliedern des Samariterbundes. Weiters wurde die Funktion der Schaufeltrage und des Tragetuchs vorgestellt, was vor allem für die im Anschluss stattfindende Übung sehr hilfreich war.

Abschlussübung in der Fahrzeughalle

Nach dem Teil im Lehrsaal erfolgte die praktische Übung in der Fahrzeughalle, wo es das gerade Erlernte und Aufgefrischte anzuwenden galt. Folgendes Szenario fanden sie dort statt: Das Opfer war Jugendbetreuer Christian Rauch, der beim Wechseln einer Lampe von der Leiter stürzte. Die Jugendgruppe legte sofort mit den Erste Hilfe Maßnahmen los um den Patienten so gut wie möglich zu versorgen.

Um das Ganze so realistisch wie möglich zu gestalten, gab es einen fiktiven Notruf über das Handy und auch der Samariterbund kam mit Blaulicht herbeigeeilt. Die Jugendlichen leisteten tolle Vorarbeit für die Sanitäter, sodass der Patient bestmöglich versorgt war. Aufgrund einer starken Kopfverletzung wurde ihm ein Kopfverband angelegt, bevor man ihn mit der Schaufeltrage auf die Vakuummatte legte und ihn ins Rettungsfahrzeug verfrachtete.

Im Anschluss an die Übung stellten die Mitarbeiter des Samariterbundes noch das Fahrzeug und seine Funktionen vor. Zu Ende der Übung gab es noch Geschenke vom Samariterbund für jedes Mitglied der Jugendgruppe.

Wir bedanken uns sehr herzlich beim Samariterbund und seinen Mitarbeitern für den sehr interessanten Einblick und die hervorragende Gastfreundschaft. Den Jugendlichen machte es sichtlich Spaß und sie waren sehr interessiert. Durch den Einblick konnten sie nicht nur wertvolle Erfahrungen für den Feuerwehrdienst, sondern auch für das Privatleben sammeln.

Weitere Fotos vom Besuch beim Samariterbund auf unserer Flickr-Seite!