Im Oktober war es für unsere Atemschutzgeräteträger wieder an der Zeit für die alljährliche Atemschutzwoche. Diese dient vorrangig dazu, den Mitgliedern die Möglichkeit zu geben den Umgang mit dem Gerät aufzufrischen und zu üben. In diesem Jahr waren ein Zimmerbrand und die Personenrettung Thema der Woche.

Realitätsnahes Üben in einem Abbruchhaus

In diesem Jahr stand uns für die Atemschutzwoche ein Abbruchhaus, in dem die Fenster noch verbaut waren zur Verfügung. Also ein ideales Übungsobjekt für das vorbereitete Szenario. Atemschutzwart Stellvertreter Christoph Wögerer organisierte jeden Tag ein bis zwei Atemschutztrupps, die das Szenario hintereinander abarbeiteten.

Annahme war, dass ein Vorgehen über das Erdgeschoss nicht möglich war. Deshalb stiegen die Atemschutzträger über eine Leiter durch ein Fenster ein. Zusätzlich vernebelte man das Haus vollständig mit einer Maschine, sodass die Sicht zusätzlich sehr eingeschränkt war.

Mit dabei hatten sie das Schlauchpaket, also ein speziell gewickelter C-Schlauch der aufgrund seiner Kompaktheit leicht zu transportieren ist und sich durch das Füllen mit Wasser ausdehnt. Somit stehen den Atemschutzträgern, ohne viel Gewicht über die Leiter transportieren zu müssen, 20 Meter Schlauch (spezieller C-Schlauch mit 20m Länge) zur Verfügung.

Abarbeiten des Szenarios

Nun galt es unter den Augen der Übungsbeobachter das Szenario abzuarbeiten. Die Atemschutztrupps gingen in gebückter Haltung von einem Raum in den Nächsten. Mit der Wärmebildkamera wurde kontrolliert, ob sich Personen oder andere Gegenstände im Haus befanden. Schnell fanden die Trupps die vermisste Person und brachten sie mittels Tragetuch nach draußen.

Anschließend ging es weiter zum Zimmerbrand. Als kleine Schwierigkeit versteckte man noch eine Gasflasche nahe des Brandherdes, welche es zu kühlen und ebenfalls ins Freie zu bringen galt. Nachdem „Brand aus“ gegeben werden konnte, öffnete man alle Fenster um eine Abzugsöffnung zu schaffen und das Gebäude rauchfrei zu bekommen.

Alle unsere 30 Atemschutzträger meisterten die Aufgaben ohne größere Probleme und zeigten wieder einmal den hohen Ausbildungsstandard im Bereich des Atemschutzes. Wir bedanken uns sehr herzlich bei Christoph Wögerer für das Ausarbeiten des Szenarios, sowie der Betreuung der einzelnen Trupps. Ebenfalls ein großes Danke an die Familie Zehetbauer für die Zurverfügungstellung des Objektes.