Am Dienstag, 06. Oktober stand eine Betriebsbesichtigung auf dem Programm. Isabella Radler organisierte dazu einen Termin bei den beiden neu angesiedelten Betrieben Shading Cleaners Mühleder und Werk27. Die beiden Firmen befinden sich seit dem Jahr 2020 in unserem Gewerbegebiet.

Noch ganz Allgemein gesprochen: Eine Betriebsbesichtigung ist für eine Feuerwehr sehr nützlich, da die Eigentümer ihre Gebäude selbst am Besten kennen und uns mitteilen können, worauf wir im Einsatzfall achten müssen. Zusätzlich lernt man die dortigen Begebenheiten kennen und sieht sie in Natura und nicht nur auf dem Papier.

Werk27

Den Beginn machte die KFZ-Werkstätte Werk27. Dort werden verschiedene Dienstleistungen rund um das KFZ angeboten werden, von dem Wechsel von Felgen bis hin zum „Pickerl“, der wiederkehrenden KFZ Überprüfung gemäß §57a KFG. Weiters werden Tuning und Performance Dienstleistungen angeboten.

Zwei Mechaniker betreuen hier diverse Modelle von Autos und unsere Feuerwehrer staunten nicht schlecht bei dem Anblick von zerlegten Audis und dem Porsche, welcher aktuell in Arbeit waren. Der Inhaber zeigte uns alle Brandschutzmittel, die Gefahrenstoffe und Zugänge für den Fall eines Notfalls bzw. bei einem Brand.

Shading Cleaners Mühleder

Direkt mit dem Werk 27 verbunden sind die Halle und der Bürobereich von der Firma SCM. Diese hat sich auf die Reinigung von Markisen- und Schirmen, Glas und Fassaden und Sonderreinigungen spezialisiert. Zu diesem Zweck haben sie im Gewerbegebiet von Feldkirchen im Jahr 2020 ein Firmengebäude, das jede Menge Platz bietet, errichtet.

In diesen Räumlichkeiten finden weiters die Kundengespräche, das Marketing bis hin zur eigentlichen Reinigung in einem eigens dafür geplanten Bereich, wie es in sonst nirgends in Europa gibt, statt. Besonders erwähnenswert ist dabei die eigens konstruierte Vorrichtung zum Transport der Planen, welche durch die Mitarbeiter gereinigt werden, ein wirklich ausgeklügeltes System.

Durch die Spezialisierung der Firma auf die Reinigung von Schirmen, Markisen, Fassaden und anderen Materialien kommen auch eigene Reinigungsmittel zum Einsatz, welche aus Sicht der Feuerwehr einen Einsatz spannend machen können. Unter Verwendung von Schutzausrüstung werden in der Werkshalle in einem eigenen, abgetrennten Bereich die Materialien von den Mitarbeitern gereinigt und imprägniert.

Die dabei eingesetzten Mittel sind den Vorschriften entsprechend in einem eigenen Gefahrengutlager untergebracht und der Inhaber gab uns Informationen zu den diversen eingesetzten Flüssigkeiten und Stoffen, damit wir im Fall eines Brandes wissen, mit was wir es zu tun haben. Die Maßnahmen zum Brandschutz und zur Brandbekämpfung sowie die Vorgehensweise im Ernstfall wurden besprochen, um für die verschiedenen Gegebenheiten vor Ort vorbereitet zu sein.

Wir erhielten außerdem einen Einblick in die umfangreichen Maßnahmen zum Umweltschutz, welche bei der Arbeit mit diesen Mitteln berücksichtigt werden müssen. Ein komplexes System reinigt sowohl die Luft in der Reinigungskammer als auch das Abwasser, welches bei den Arbeiten entsteht, bis dieses ohne Bedenken und nach entsprechender Prüfung mit dem normalen Abwasser entsorgt werden kann.

Wir bedanken uns bei dem Inhaber der Firmen für die Möglichkeit der Betriebsbesichtigung und konnten durch diesen gemeinsamen Austausch viel Lernen, was uns im Falle eines Einsatzes gut helfen wird. Ebenfalls ein Dank geht an Isabella Radler für die Organisation.