Seit zwei Saisonen steht das Bewerbswesen COVID-19 bedingt still, ein Umstand, der alles andere als befriedigend für die Jugendgruppe ist. Gibt es auf der einen Seite Mitglieder die 2019 noch eine komplette Trainings- und Bewerbssaison erlebt haben, so gibt es auf der anderen Seite Jugendliche, die so was noch nie gesehen haben und sich daher nichts darunter vorstellen können. Aus diesem Grund entschied sich Jugendbetreuer Christian Rauch eine Bewerbssimulation durchzuführen.

Die Leistungskluft zwischen diesen beiden Gruppierungen ist enorm, auch wenn die älteren Jugendlichen den „Kleinen“ zur Seite stehen und helfen alle Handgriffe zu erlernen – ein echtes Wettbewerbsfeeling ersetzt das aber nicht.

Diese Bewerbssimulation fand am Donnerstag, den 1. Juli 2021 am Trainingsgelände statt, wobei hier auch die Kleinsten (die 7- und 8-jährigen) der Gruppe sowohl den Bronzebewerb als auch den Silberbewerb zu meistern hatten. Christian Rauch entschied sich jedoch den Jüngeren im Silberbewerb eine Fixnummer zu geben, die 9- bis 11-Jährigen wiederum hatten ihre Position per Los zu wählen.

Als Hauptbewerter erklärte sich HBM Julian Martschini, Jugendbetreuer der FF-Landshaag bereit den Bewerb zu leiten, David Winkler unterstützte ihn als Bewerter.

Zuschauer und Bewerter sorgten für das richtige Feeling

Auch eine große Anzahl an Eltern, die als Zuschauer fungierten und die Gruppe lautstark anfeuerten, war vor Ort. Somit war echte Bewerbsatmosphäre geschaffen. Die Nummernleiberl wurden vom Jugendbetreuer ausgegeben und die Mannschaftsaufstellung den Eltern vorgestellt. Anschließend wurde einmarschiert und anhand eines eigens ausgedruckten Wertungsblattes die Geburtsdaten kontrolliert.

Beim Aufräumen merkte Jugendbetreuer Christian Rauch sofort, dass die Gruppe nervöser war als sonst. Aber genau solche Erfahrungen braucht es. Der Bronzelauf war zwar zeitlich nicht das Gelbe vom Ei, da das Anfertigen der Knoten noch seine Zeit braucht. Bis auf 10 Fehlerpunkte an einem Hindernis jedoch in Ordnung.

Im Silberbewerb waren die Kommandos des Gruppenkommandanten die größte Hürde, da diese aufgrund fehlender Erfahrung noch nicht sehr gefestigt sind. Ebenfalls wieder ein solider Lauf, bei dem es aber besonders zu sehen war, dass das Kuppeln der Schläuche, sowie das Fertigen der Knoten einfach noch Zeit braucht. Der Staffellauf war dann äußerst sauber und gut gelaufen.

Abschließend zählte der Hauptbewerter am Wertungsblatt noch die Punkte zusammen und siehe da wäre es ein echter Leistungsbewerb, so hätte die Gruppe sowohl das Abzeichen in Bronze als auch das in Silber erreicht.

Bewerbstag für Gruppe 1

Tags darauf, am Freitag, den 2. Juli 2021 war die Gruppe 1 am Start. Auch hier stand uns mit Wasserwehr-Gruppenkommandant HBM Andreas Berger ein Hauptbewerter und mit Florian Humenberger sowie Manuel Krammer ein Bewerterstab zur Seite.

In dieser Gruppe befanden sich drei Jugendmitglieder, die noch nie eine Bewerbssituation erlebt hatten. Dementsprechend verlief auch der Bronze-Lauf. Durch das höhere Tempo in der Gruppe 1 passierten genau diesen Jugendmitgliedern Fehler. Diese Fehler sind ihnen aber nicht vorzuwerfen, sondern sind viel mehr als Ansporn zu sehen, wo die Hebel anzusetzen sind.

Im Silberlauf bewies die Gruppe aber Charakter. Die Zeit war wesentlich besser als in Bronze, jedoch stiegen zwei von den Debütanten im Übereifer in den Wassergraben. Im Staffellauf gab es sowohl in Bronze als auch in Silber dann noch ansprechende Zeiten, die aber mit vermehrtem Üben der Übergaben noch schneller werden können.

Alles in allem eine gelungene Bewerbssimulation, die auch gnadenlos die Schwachpunkte der Gruppen aufzeigte, an denen es zu arbeiten gilt. Vor allem war es für die jüngeren Gruppenmitglieder eine Erfahrung, wie es bei einem Leistungsbewerb abläuft und für die Älteren ein „Wie hab ich das alles vermisst!“– Gefühl, wieder mal bewerbsmäßig zu laufen.