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Zu einer Übung mit Schlauchboot und Zille lud Wasserwehr-Gruppenkommandant Andreas Berger am 14. Juni 2022. Ziel der Übung war es, die Teilnehmer wieder auf den Einsatz am Wasser zu sensibilisieren, da dies im Ernstfall, wie zum Beispiel bei einem Hochwasser der einzige Weg ist Hilfe zu leisten.

Stationsbetrieb auf der Donau

Insgesamt waren bei der Übung 13 Kameradinnen und Kameraden anwesend. Da das Boot nur für max. 6 Personen zugelassen ist, teilte man die Anwesenden auf. Während die eine Gruppe mit dem Schlauchboot in Richtung Unterlandshaag fuhr, machte sich der andere Teil auf zum Hafen.

Ziel von Gruppe 1 war die Slipanlage in Unterlandshaag. Dort wurde das Boot zu Wasser gelassen und der praktische Teil der Übung konnte beginnen. Nachdem einige das Schiffsführerpatent bereits vor längerer Zeit absolviert haben und der letzte Kurs auch schon wieder 3 Jahre her ist, war die Übung eine großartige Möglichkeit die Kenntnisse wieder aufzufrischen.

Die Bootsbesatzung beübte „Mann über Bord“ Manöver, man sprach über technische Details und auch das Anlegen war Teil der Station.

Die Zille als Fortbewegungsmittel

Die Motorisierung unseres Schlauchbootes ist eine super Sache, um schnell zum Ziel zu gelangen. Doch nicht immer ist es möglich, das Ziel mit dem Boot zu erreichen. Dies hat verschiedene Gründe, einer davon ist der Tiefgang unseres Schlauchbootes. Da dieser doch einigermaßen groß ist, ist es im Hochwasserfall unmöglich, überall hinzukommen, da Schwemmgut und unter dem Wasser unsichtbare Gegenstände das Risiko erhöhen das Boot zu beschädigen. Zudem benötigt man auch eine gewisse Wassertiefe.

Hier ist die Zille, die durch Muskelkraft bewegt wird, klar im Vorteil. Im Feuerwehrdienst gibt es Lehrgänge und sogar Bewerbe, wo begehrte Leistungsabzeichen errungen und der Umgang mit der Zille gefestigt wird. Das war Thema der zweiten Station. Entlang vom Ufer in Landshaag beübten die Zillenbesatzungen das Rudern und das „Stacheln“. Dabei stößt man sich mit einem langen Holzstiel von den Steinen am Ufer ab und bewegt sich so fort. Das will geübt sein, um nicht einen unfreiwilligen Abgang in die Donau zu machen. Als letztes gab es noch eine Station mit Knotenkunde.

Die beiden Gruppen wurden nach positiver Absolvierung der Station getaucht. Nach rund zwei Stunden erklärte Andreas Berger die Übung für beendet und die Teilnehmer machten sich auf den Weg zurück ins Feuerwehrhaus. Wir bedanken uns sehr herzlich beim Übungsleiter für die Gelegenheit, wieder einmal auf dem Wasser üben zu können.

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