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Die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte ist besonders bei Verkehrsunfällen wichtig. Die Versorgung von verletzten Personen in schwieriger Lage, die Gefahr eines Brandes oder von Folgeunfälle und viele weitere Umstände können dies erschweren. So setzen sich Christian Rauch und Felix Nigl für die vergangene Übung diese Zusammenarbeit zwischen Samariterbund und Feuerwehr bei einer Personenrettung bei einem Unfall als Ziel.

Übungsannahme: Verkehrsunfall mit zwei KFZ, mehrere Personen verletzt

Als Einsatzmeldung zu Beginn der Übung erhielten wir einen kurzen Überblick zur der Situation am Einsatzort und es wurde besonders der Fokus auf die Zusammenarbeit der Ersthelfer seitens Feuerwehr und den Sanitätern hervorgehoben. Nach ersten Informationen handelte es sich um einen Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person, sowie einem weiteren beteiligten Fahrzeug. Bei leichtem Regen und zunehmender Dunkelheit fuhren die Fahrzeuge mit kurzem Abstand los und bereits in der Anfahrt wurden Aufgaben und Tätigkeiten besprochen.

Die Absicherung des Einsatzortes wurde vorbereitet, während die Atemschutzträger ihre Ausrüstung anlegten. Die Ersthelfer des FMD Trupps sprachen ebenfalls die mögliche Vorgehensweise ab, diese war jedoch abhängig von der Situation vor Ort.

Nach dem Eintreffen der ersten Fahrzeuge wurde direkt die Lage von dem Einsatzleiter und einem weiteren Gruppenkommandanten erkundet und rasch darauf folgten die Befehle für die bereitstehenden Trupps. Als erste Priorität galt es für den Atemschutztrupp das brennende Fahrzeug zu löschen, in welchem sich noch eine Person befand, welche bereits durch den Brand gefährdet wurde. Durch schnelle Zusammenarbeit mit dem Maschinisten und den unterstützenden Kameraden konnte der Atemschutztrupp hier einen schnellen Angriff vornehmen und den Brand löschen.

Schnelle Personenrettung und Versorgung – Teamwork ist gefragt!

Nachdem die direkte Gefahr des Brandes gebannt und parallel die Beleuchtung aufgebaut wurde, kann nun mit der Versorgung der Verletzen begonnen werden. In Abstimmung mit den Sanitätern des ASB Feldkirchen wurde gleichzeitig bei beiden Fahrzeugen mit der Versorgung der Lenker begonnen. In dem Fahrzeug das brannte war der Fahrer aufgrund der Brandentwicklung teils schwer verbrannt, zusätzlich zu den Verletzungen als Folgen des Unfalls.

Da es sich bei diesem Fahrzeug um ein modifiziertes Auto speziell für Rennen handelte, war eine Rettung des Verletzen erschwert, jedoch im Teamwork zwischen dem inneren Retter der FF und den Rettungssanitätern war sowohl die Versorgung im Fahrzeug als auch die Rettung aus dem Fahrzeug möglich. Hier sind besonders die Vorbereitungen aus vorherigen Übungen hilfreich!

Lenkerin durchbohrt, Person vermisst

Schwieriger stellte sich die Situation für das Team rund um das Zweite Fahrzeug und diese Personenrettung dar.
Die Lenkerin wurde durch die Wucht des Unfalls schwer verletzt und von einem Teil des Fahrzeugs durchbohrt, was eine dringende Versorgung und besonders schonende Rettung notwendig machte. Mit großer Vorsicht wurde die Stange, die zum Teil im Brustkorb der Verletzen steckte, gekürzt. Währenddessen versorgte ein Anwesender Notfallsanitäter die Wunde und legte einen Zugang.

Zusätzlich erschwerend waren die beengten Bedingungen im Fahrzeug, weshalb nur Danke der guten Koordination der Kameraden im KFZ und rund herum eine schonende Rettung möglich machte.

Zeitgleich wurde auch noch bekannt, dass weitere Person vermisst wurde, woraufhin eine Personensuche eingeleitet wurde. Unter Verwendung der Wärmebildkamera und dem Einsatz mehrerer KameradInnen konnte diese allerdings rasch gefunden und betreut werden.

Trotz widriger Bedingungen, schwieriger Situationen in den Fahrzeugen und einer zusätzlichen Personensuche konnte wieder eine tolle Zusammenarbeit demonstriert werden, welche auch in der Nachbesprechung der Übung bestätigt wurde.

Danke an dieser Stelle an Christian Rauch und Felix Nigl für die Vorbereitung der Übung und natürlich an den Arbeiter Samariterbund Feldkirchen für die Teilnahme und gute gelebte Kameradschaft.

Fotos: FF Feldkirchen an der Donau und ASB Feldkirchen an der Donau