Das Thema der Übung am Dienstag, dem 26. März waren gefährliche Stoffe und diverse Gefahren, die am Einsatzort vorkommen können. Dazu haben sich Stefan Magauer und Christian Stibal eine Mischung aus Theorie und Praxis vorbereitet.

Die Theorie vor der Praxis

Der erste Teil der Übung war ein kurzer Theorievortrag, bei der man die Definition von gefährlichen Stoffen nochmals durchging. Nachdem jeder der Anwesenden darüber nachdachte und diese besprochen wurde, stellte man fest, dass auch wir im Feuerwehrdienst öfter damit konfrontiert sind als man auf den ersten Blick vermuten mag, wie bspw. bei Bränden, Verkehrsunfällen, Umweltverschmutzungen usw.

Ein wichtiger Punkt waren die Gefahrguttafeln und ihre Bestandteile wie Gefahrnummer, deren Funktion, die Kennziffer, Aufbau der Gefahrnummer und eine kurze Liste der bekanntesten Nummern.

Bevor es nun zum Praxisteil kam, behandelte man noch kurz den Bereich „Gefahren am Einsatzort“. Dazu gehören jedenfalls die Abstände beim Löschen von elektrischen Anlagen, welche im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden können.

Weiters wiederholte man einige Regeln wie die GAMS-Regel (Gefahr erkennen – Absichern/Absperren – Menschenrettung – Spezialkräfte anfordern) oder die 4A-1C-4E-Regel, die Inhalt jeder Atemschutzgeräteträgerausbildung sind. Beim Punkt Explosionsgefahr wurde als Beispiel die erst kürzliche Detonation einer nahegelegenen Bäckerei genannt.

Aufzeigen der Möglichkeiten in der Praxis

Hat man es im Einsatzfall mit gefährlichen Stoffen zu tun ist erhöhte Vorsicht geboten. Auch wenn wir als Feuerwehr als Spezialkräfte gelten, gibt es Stützpunkte die nicht nur speziell auf diese Themen geschult sind, sondern auch die notwendige Ausrüstung haben.

Ein Beispiel ist hier die Feuerwehr Kefermarkt, welche für unseren Bezirk als Stützpunkt für gefährliche Stoffe gilt. Sie werden im Einsatzfall vom Einsatzleiter über Funk angefordert und kommen mit einem Spezialfahrzeug wo verschiedene Schutzanzüge, Belüftungsvorrichtungen und Ähnliches mitgeführt werden.

Beim Praxisteil zeigte man auf, welche Möglichkeiten wir als Erstmaßnahme haben. Christian Stibal präsentierte zum einen eine Schaufel, mit der es möglich ist, Ölbindemittel, dass auf die Wasseroberfläche gestreut wurde aufzunehmen und als weitere Maßnahme das Öl Vlies.

Beim anschließenden Übungsszenario stellte sich die Situation wie folgt dar: Am Parkplatz ist Öl ausgetreten, dass in Richtung Kanalisation läuft und sich von dort weiter auszubreiten drohte. Um dies zu verhindern, hob man den Kanaldeckel heraus, positionierte eine Plane über der Öffnung und setzte den Deckel wieder darauf. Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit Ölbindemittel rund um die Öffnung zu streuen.

Zum Abschluss besprach man noch die Themen Rückhaltebecken und wie man ein solches aus Steckleitern baut. Das testete man in der Praxis auch gleich aus. Eine weitere Möglichkeit ist so ein Becken aus einem luftgefüllten Schlauch herzustellen.

Durch die Mischung aus Theorie und Praxis wurde das Thema gefährliche Stoffe und die Gefahren am Einsatzort den teilnehmenden KameradInnen interessant und kurzweilig nähergebracht. Wir bedanken uns an dieser Stelle für die Ausarbeitung der Übung.