Im Rahmen einer gemeinsamen Übung mit der Österreichischen Wasserrettung (ÖWR) am Feldkirchner Badesee standen die Festigung der Inhalte aus der Schiffsführerwoche sowie die organisationsübergreifende Zusammenarbeit im Mittelpunkt.
Als Übungsszenario wurde ein vermisster Windsurfer angenommen. Dessen Vater meldete seinen Sohn als vermisst, nachdem dieser von einer Ausfahrt nicht zurückgekehrt war. Nach dem Zuwasserlassen der Boote wurden die Schiffsführer auf unser Boot sowie auf das Boot der ÖWR aufgeteilt. Beide Besatzungen begannen daraufhin die Suche entlang des Ufers in entgegengesetzte Richtungen.
Der Surfer konnte rasch lokalisiert werden. Er war ins Schilf geraten, durch das abrupte Abbremsen vom Board gefallen und dabei vom Mast am Kopf getroffen worden. Dargestellt wurde die Situation von einem realistisch geschminkten Opferdarsteller, der bewusstlos mit einer Kopfplatzwunde unter dem Segel lag.
Aufgrund des Verdachts auf eine Rückenverletzung wurde der Patient durch die Einsatzkräfte der ÖWR umgehend stabilisiert und auf einem Spineboard gelagert. Anschließend erfolgte die gemeinsame Rettung ins Boot. Während der Fahrt ans Ufer wurde die Erstversorgung durch die Wasserrettung und unseren FMD durchgeführt. Nach der fiktiven Übergabe an den Rettungsdienst wurde das zurückgelassene Windsurfboard durch das zweite Boot geborgen.
Im weiteren Verlauf wurde die Patientenbergung mittels Spineboard intensiv trainiert. Der Schwerpunkt lag dabei auf der schonenden Rettung von Personen mit vermuteten Rückenverletzungen sowie auf den Herausforderungen, einen Patienten sicher aus dem Wasser in ein Boot zu übernehmen.
Zum Abschluss wurden die neuen selbstaufblasenden Schwimmwesten, die künftig auf unserem Boot verwendet werden, praktisch getestet. Die Vorführung zeigte deutlich, dass sie die Bewegungsfreiheit erhöhen und die Arbeit an Bord spürbar erleichtern.
Ein großer Dank gilt allen Beteiligten, insbesondere Hans Persterer, Dienststellenleiter der ÖWR, sowie dem gesamten Team der Wasserrettung für die ausgezeichnete Zusammenarbeit und die investierte Zeit. Ebenso bedanken wir uns bei dem Darsteller der Opferrolle, die mit seinem Engagement wesentlich zu einem realitätsnahen Übungsszenario beigetragen haben.
Ein besonderer Dank gilt außerdem unserem Gruppenkommandanten Boot, Lukas Starmayr, für die Vorbereitung, Organisation und Durchführung der Übung. Sein Einsatz und seine sorgfältige Planung haben maßgeblich zum Erfolg dieser gemeinsamen Ausbildung beigetragen.