Gestern starteten wir gemeinsam in das neue Übungsjahr. Im Fokus standen die Standard-Einsatzregeln, die anhand mehrerer praxisnaher Szenarien geübt wurden. Unser Kommandant-Stellvertreter und Ausbildungsleiter Stefan Berger bereitete dafür drei unterschiedliche Einsatzlagen vor, die bewusst unter erschwerten Bedingungen bei Dunkelheit und an unterschiedlichen Einsatzorten durchgeführt wurden. Dabei wurde auch das richtige Zufahren der Einsatzstellen intensiv geübt.
Zu Beginn wurde ein Innenraumbrand in einem Wohngebäude abgearbeitet, gefolgt von einem Brand im Außenbereich bei einem Müllcontainer. Den Abschluss bildete ein Verkehrsunfall, bei dem mehrere taktische Maßnahmen gefordert waren. Bei jedem Szenario war zusätzlich eine nicht sofort sichtbare Gefahr eingebaut, die erst im Laufe der Lageerkundung erkannt werden musste.
Im Rahmen der Übung wurde besonders das Zusammenspiel unserer Fahrzeuge, dem TLF-A 2000 und dem KLF, trainiert. Ein zentraler Schwerpunkt lag dabei auf der Funkkommunikation sowie auf der Zusammenarbeit der unterschiedlichen Trupps beider Fahrzeuge, um die Einsätze auch bei eingeschränkter Sicht und an wechselnden Einsatzorten strukturiert und sicher abzuarbeiten. Dabei kamen auch unsere technischen Hilfsmittel gezielt zum Einsatz: Das Tablet unterstützte uns bei der Lageführung, half bei der Dokumentation, zeigte Objektinformationen und Einsatzpläne an und erleichterte so die koordinierte Arbeit aller Trupps.
Nach jedem Einsatzbild fand eine kurze Nachbesprechung statt. Dabei wurden mögliche Verbesserungen sofort angesprochen, Zeitvorgaben reflektiert und die grundlegende Einsatztaktik wiederholt. Dazu zählten unter anderem das Absichern der Unfallstelle, das Herstellen des Brandschutzes, das Ausleuchten der Einsatzbereiche, der Aufbau von Zubringerleitungen sowie das Retten und Bergen von verunfallten Personen.
Insgesamt nahmen 14 Kameradinnen und Kameraden mit großem Engagement an der Übung teil. Gerade die Übungen bei Dunkelheit, an verschiedenen Einsatzorten, mit versteckten Gefahren und unter Einsatz moderner Hilfsmittel ermöglichten wertvolle Erkenntnisse für den realen Einsatzfall.
Vielen Dank an Stefan für die interessante, spannende und praxisnahe Ausarbeitung dieser Übung