Gestern stand alles ganz im Zeichen einer technischen Übung. Dabei wurde folgende Lage angenommen: Ein PKW war nach einem Ausweichmanöver mit einem Radfahrer kollidiert und anschließend auf der Seite zum Liegen gekommen. Der Radfahrer wurde dabei unter dem Fahrzeug eingeklemmt. Der Fahrzeuglenker war nicht eingeklemmt und konnte sich selbstständig aus dem Fahrzeug befreien. Der Beifahrer hingegen war seitlich im Sicherheitsgurt hängend eingeschlossen und konnte das Fahrzeug nicht eigenständig verlassen.
Ziel der Übung war es, die Unfallstelle ordnungsgemäß abzusichern, den Brandschutz sicherzustellen, das Fahrzeug zu stabilisieren sowie den unter dem PKW eingeklemmten Radfahrer möglichst rasch und schonend zu retten. Hierbei kamen Hebekissen und verschiedenstes Unterlegsmaterial zum Einsatz. Besonderes Augenmerk wurde während der gesamten Übung auf die sichere Stabilisierung des Fahrzeugs gelegt.
Schritt für Schritt wurde das weitere Vorgehen zwischen Einsatzleiter, Gruppenkommandanten und Mannschaft abgestimmt. Dabei wurden unterschiedliche Sicherungs- und Rettungsmöglichkeiten besprochen, bewertet und anschließend die jeweils beste Variante umgesetzt. Auch das Sichern des Fahrzeugs mittels Seilwinde und Umlenkrolle wurde praktisch geübt. Besonders spannend war dabei das richtige Einschätzen der benötigten Seillänge in Bezug auf die Position unseres Tanklöschfahrzeuges, welches mit einer Seilwinde ausgestattet ist.
Im Zuge der Übung wurde außerdem die neue Rescue-App vorgestellt. Diese ermöglicht anhand des Fahrzeugkennzeichens die rasche Ermittlung des Fahrzeugtyps und liefert wichtige Informationen für den Einsatz. So können unter anderem die Positionen von Airbags, der Fahrzeugbatterie sowie weitere sicherheitsrelevante Fahrzeugdaten schnell abgerufen werden, um die Rettungsmaßnahmen noch effizienter und sicherer durchführen zu können.
Die Übung bot wieder einmal wertvolle Einblicke, mit welchen Hilfsmitteln und Methoden verunfallten Personen rasch und zugleich schonend geholfen werden kann. Alle Teilnehmer waren mit großem Engagement dabei und konnten ihre praxisnahen Erfahrungen und Einschätzungen einbringen.
Ein herzlicher Dank gilt Stefan Berger und Lukas Reisinger für die Ausarbeitung und Vorbereitung dieser gelungenen Übung.